Herzbloggerei: Verständnis im Umfeld?

Warum ich mich für unser Baby entschuldige | 5hearts

Was sagt dein Umfeld, wenn du erzählst, dass du bloggst? Wie geht dein Umfeld damit um, wenn du mal spzeziell Fotos für den Blog/instagram machst? Oder wenn du in deiner Freizeit längere Zeit vor dem PC sitzt, um Beiträge vorzubereiten, andere Blogs zu lesen, Bilder zu bearbeiten, etc.? Haben sie Verständnis? Oder bekommst du öfter zu hören „hast du keine Hobbys?“, „Wen interessiert das?“ oder ähnliche Sätze?

herzbloggerei

Beim Bloggen mit Herz-Workshop ging es darum, was es für uns heißt mit Herz zu bloggen. Wie man den Spaß an der Sache nicht verliert. Aber was ist, wenn die Familie kein (oder kaum) Verständnis fürs bloggen hat? Dann leidet doch irgendwann auch die eigene Freude darunter oder?

Wen interessiert das eigentlich?

Für wen bloggst du? Nur für dich selbst? Für deine Familie, um sie an deinem Leben teilhaben zu lassen? Oder größtenteils für „Fremde“?
Angefangen haben wahrscheinlich die meisten mit dem Gedanken „ein Tagebuch zu schreiben“. Nur eben nicht so privat. Aber größtenteils für sich selbst. Am Anfang war es für mich schwer vorstellbar, dass es da draußen jemanden gibt, der freiweillig liest, was ich schreibe. 😉 Aber mit der Zeit kamen Blogfreundschaften dazu und das Publikum vergrößerte sich. Mittlerweile überlege ich mehr „was interessiert meine Leser“ und blogge nicht mehr einfach drauf los. Meine Leser. Das seid ihr. Das bist du. Und ich bin froh, dass du da bist.

Aber warum interessiert es „fremde“ Menschen, was mich gerade beschäftigt? Warum liken Follower auf instagram ein Bild von meinen Füßen im Sand? Das hat mich mein Mann vor kurzem gefragt und seit dem mache ich mir Gedanken darüber. Er hat wenig Verständnis, wenn ich mein Essen fotografiere oder meine neusten Einkaufe filme. Aber ich konnte ihm auch keine richtige Antwort geben, warum ich diese Sachen ins Internet stelle. Hast du eine Antwort, warum es Menschen gibt, die gerne was von sich zeigen? Ich bin ja nun kein „Hier bin ich“-Mensch, der um jeden Preis Aufmerksamkeit will. Aber ich bewege mich gerne in Social Media-Kreisen, fülle meinen Blog und scrolle gerne durch meinen instagram-feed.

Du opferst so viel Zeit!

Ja, ich schaue gerne häufiger aufs Handy und aktualisiere den instagram-feed. Aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit einer Freundin im Café sitzen und dann nur aufs Handy starren. Das bleibt bei Treffen mit Freunden schön in der Tasche…
Ich gebe zu, ich schaue das erste mal ziemlich direkt nach dem aufstehen aufs Handy. Quasi während ich wach werde. Das letzte mal im Bett, bevor ich das Licht ausmache. Ja und? Dank Handy kann ich ja überall und jederzeit gucken, was es Neues gibt. Andere schauen im Bett noch Fernsehen. Oder lesen. Für mich ist das mein Ritual zum abschalten und zur Ruhe kommen.

Und ist es denn verwerflich, wenn man vor dem Fernseher sitzt, weil man mit dem Liebsten gemeinsam auf dem Sofa sitzen will, aber dann nicht ununterbrochen auf die Glotze schaut, sondern auch mal ein Blick auf die neusten Bilder bei instagram? Ich denke nicht.
Ich bin vielleicht etwas süchtig. Aber ich kann auch gut ein paar Tage ohne Internet. Aber mit macht es mir mehr Freude. 😉

Das Bloggen kostet Zeit. Bilder wollen gemacht und bearbeitet werden, Themen müssen überlegt und ggf. recherchiert werden. Dann muss alles noch in eine ansprechende Form gebracht und zur passenden Zeit veröffentlicht werden. Danach teilt der fleißige Blogger seine Inhalte noch auf den diversen Plattformen. Das macht man nicht mal eben so. Aber wir Blogger machen es gerne. Es macht uns Spaß und es gehört zu unseren Hobbies, so wie andere ihre Freizeit vielleicht im Stall verbringen. Jeder hat andere Interessen, sonst wäre es ja auch langweilig.

Wie läuft es bei dir?

Mich würde interessieren, ob du dich manchmal auch deiner Familie oder deinen Freunden gegenüber rechtfertigen musst? Hast du vielleicht ein gutes Argument, warum bloggen kein schlechteres Hobbie ist als andere? Oder eine Idee, warum fremde Menschen Fotos von unserem Essen liken? ;D
Ich bin gespannt auf deine Meinung!

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22 Kommentare

  1. Oh das Thema kenne ich zu gut!
    Mein Mann hat da totales Verständnis. Er schüttelt zwar mit dem Kopf, wenn ich wieder mein Essen fotografiere und Twitter versteht er auch nicht. Aber er lässt mich machen. Er gibt aber auch selber zu, dass ihn das Bloggen nicht interessiert. Ist ja auch vollkommen okay.
    Bei einigen ist es okay, dass ich blogge. „Ist eben so!“
    Bei den Meisten allerdings werde ich nach wie vor belächelt. Sie haben null Verständnis. Und gerade mit Instagram, wo ich nunmal mein Handy brauche. Wenn ich dann auch noch Mecker, dass ich kein Internet-Empfang hab, bekomm ich dumme Kommentare.

    Ich hab das Gefühl, dass sich viele Leute nicht mit der ganzen Materie auseinander setzen und deswegen keine Ahnung haben, was wir da überhaupt machen. Und vorallem, dass das Spaß bringt!

  2. Also bei mir finden die meisten das eher faszinierend, vor allem, wenn ich ihnen dann von Klickzahlen und Abonnenten erzähle. Ich habe bisher noch gar keine negativen Erfahrungen machen müssen, worüber ich auch sehr froh bin 🙂

  3. Ein wirklich toller Artikel 🙂 Über die Thematik denke ich auch oft nach. Ich hab aber auf jeden Fall das große Glück dass meine Familie und Freunde meinen Blog klasse finden, mich unterstützen wo sie können. Mein Papa macht und bearbeitet zum beispiel die meisten Outfitbilder. Die Frage warum ich das tue hat für mich viele Aspekte. Ich entfliehe mit dem Blog dem grauen Alltag, und ich komme in den Kontakt mit den Gleichgesinnten, die wie ich Mode lieben und ihren Alltag zelebrieren. Mein Leben ist besser wenn ich blogge 🙂
    Alles Liebe,
    Fee von floral-fascination.blogspot.de

  4. Habe erst seit kurzen das bloggen und Instagram für mich entdeckt und es in meinem Freundes und Verwandtenkreis noch nicht publik gemacht. Es kam einfach noch nicht zu sprechen. Ich mache das für mich, weil es mir Spaß macht, weil ich meine Interessen mit anderen teilen und neue Kontakte knöpfen möchte. Es ist meine Entscheidung. Und wie ich immer so gerne sage: „Ich bin schon alleine groß!“

  5. @Steffi: Mein Mann lässt mich ja auch machen. Aber verstehen kann er es nicht.
    Ich glaube, es ist wirklich noch das Hauptproblem, dass zwar die meisten das Internet mittlerweile nutzen (Online Baking, facebook, Information), aber sie es immer noch als großes Misterium sehen.
    Sie kennen nicht die Möglichkeiten, wissen teils nicht, wie sie sich „richtig“ im Internet bewegen (Angst vor Betruf etc.) und verteufeln es daher lieber.
    Meine Eltern fragen zwar manchmal, wie es mit dem Blog läuft, aber so wirklich verstehen, was ich hier mache, tun sie wohl nicht…

    @Fee: Das ist ja toll, dass dein Papa dich bei Bildbearbeitung unterstützt! 🙂 So nimmt er ja auch ein wenig Teil an deinem Onlineleben und hat dadurch vielleicht auch mehr Verständnis.

    @Missi: Wenn ich von der Anzahl der Leser spreche, wissen die meisten nicht, was „viel“ oder „wenig“ ist. =/ Sei froh, dass dein Umfeld da ein wenig offener ist. 😉

    @Melanie: Dann lass dir da auch von niemandem reinreden! 🙂 Hab einfach Spaß und irgendwann ergibt es sich mal, dass man dem Freundes- und Verwandtenkreis davon erzählt und bist du vielleicht schon einen Moment länger dabei und kannst das alles auch noch besser erklären. 😉

  6. Meine Freunde die ich habe, habe ich meist durchs Bloggen erst kennengelernt oder diese haben mich eben damit kennengelern.

    Ich war schon immer ein PC-Junky. Meinen Freund habe ich im Chat kennengelernt. Er laß danach meinen damaligen Blog mit und er hat sich glaub ich nie negativ gegen meinen Blog geäußert. Ich wollte schon öfter aufgeben, aber er hat mich ermutigt weiter zu machen.
    Meine Mutter fand es auch immer ganz toll. Meinen Dad interessiert es wenig. Meine Schwester hat ne Zeit gebloggt als sie Aupair war.
    Bei uns hatten damals alle immer viel am PC gehangen. Hier ist es jetzt so das ich morgens wenn keine Uni ist und der zwerg im Kiga ich meine Internetwelt koordiniere. Mein erster Blick ist morgens aufs Handy, Instagramm, WhatsApp und Facebook lesen, erst DANN verlasse ich das Bett +g* Abends das gleiche.
    Unterwegs poste ich auch gerne und meine Freunde wissen das, sie fragen soga manchmal: Ich das nichts für instagram?

    Also hier wird es als meien leidenschaft akzeptiert.

  7. Ach einzig ein paar meine Cousinen und Cousins um ie 35-40 verstehen das nicht. Die sind auch strickt gegen facebook, handy und co. (sind aber letzten endes selber da, posten dauernd scheiße aller tierquäler) mein Großcousin ist heimlich bei FB weil seine Eltern es verbieten usw. Ich hab zwar familie in FB drin aberkeine kann lesen. die verstehen das nicht „warum mein leben zur schau gestellt wird“

    Aber mir ist das egal! Ich sag dann nur: musste ja nicht lesen.
    Und dreh mich um +g*

  8. Ich musste jetzt grad mal ein wenig darüber nachdenken, wer jetzt eigentlich wie über meine Bloggerei denkt.
    Meine Mutter findet es okay und fragt öfters mal nach, ob ich über X und Y schreibe oder ob ich grad das Abendessen noch fotografieren will. Sie liest auch einige meiner Posts Korrektur. Mein Vater ist mehr so „Ehm ja.. mach mal.“ – ich glaub allerdings auch, dass er sich damit noch nie wirklich befasst hat, weil ich auch nicht dauernd über’s Bloggen rede.
    Der Held liest zwischendurch mal den Wochenrückblick, aber das war es dann auch. Wenn ich explizit darum bitte, hilft er mal bei der Fotoauswahl, sonst interessiert ihn der Blog aber eher wenig. Instagram mag er, besonders seit er einen eigenen Hashtag hat. 😉

    Freunde und Kollegen wissen eigentlich eher nichts vom Blog, weil ich – wie gesagt – nicht dauernd darüber rede. Nur die Leute, die selbst bloggen, die wissen davon. 😀

    Ein gutes Argument habe ich nicht. Warum sollte ich das argumentieren? Ist mein Hobby, so wie andere Leute eben malen oder joggen gehen. Das macht denen Spaß, mir eben der Blog.

  9. Schwieriges Thema. Bei meiner alten Clique steht das Thema auch nie zur Debatte. Da bloggt keiner und die beschäftigen sich auch weder mit Webdesign, noch mit HTML oder anderen Teilkomponenten, sodass ein Gespräch sinnvoll wäre. Wir haben genug andere Themen, über die wir dann auch alle zusammen quatschen können. Finde ich auch okay, weil die meisten meiner Berliner Kontakte eher „Neuland“-Menschen sind und mit dem Thema mehr anfangen können. Viele der Mädels hier haben zumindest einen Zeichnerblog oder eine Künstlerseite auf FB, sodass da auch eher ein Gespräch statt ein Vortrag bei rum kommt, wenn über Blogs, virales Marketing usw. gesprochen wird. Macht dann halt auch mehr Spaß.

    Aber rechtfertigen…das mache ich nicht. (Zumal die meisten meiner Freunde wenn dann viel eher schockiert sind, dass ich einer von „diesen Zockern“ bin. Da ist der Blog schon fast wieder eine Erlösung. X’D) Sehe ich auch gar nicht ein. Ich meine: es ist ein Hobby wie jedes andere. Ich erlerne dadurch wertvolle Skills, lerne wunderbare Menschen kennen, kann anderen Leuten mit meiner Meinung zu Dingen weiterhelfen und ich habe Spaß dran. Und nicht zuletzt das macht doch ein Hobby aus. 😀

  10. Ein toller Artikel! Mein Mann findet es schon etwas seltsam, dass ich so viel vor allem bei Instagram unterwegs bin. „Ich hab einfach nicht das Bedürfnis, mein Leben mit aller Welt zu teilen“, sagt er dann. Und das ist ja auch ok, er sagt auch nichts dagegen, aber er versteht es halt nicht. Ich habe jetzt aktuell recht viele „Real Life-Blog-Termine“ (wie den Workshop, aber auch noch einen Kreativtag, eine Buchparty, und noch ein weiteres Bloggertreffen) und da rollt er schon mal mit den Augen und sagt „Schon wieder?“ – naja, er trifft seine Freunde mindestens 2x in der Woche und ich habe halt hier vor Ort nicht so superviele Freunde (er lebt ja schon sein Leben lang hier, ich bin zugezogen) und bin froh, wenn ich mal unter die Leute komme! 🙂

    Liebe Grüße
    Nele

    Ansonsten habe ich letztens noch mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, dass ich im Moment Abend für Abend am Laptop sitze und am neuen Blog bastle und manchmal das Gefühl habe, dafür belächelt zu werden. Es ist halt mein Hobby. Und es ist ein besseres Hobby als zum Beispiel jeden Abend
    bis zum Schlafengehen fernzusehen – finde ich jetzt mal so. Warum sollte es ein schlechtes Hobby sein? Es ist kreativ, es ist kommunikativ, man lernt nette Menschen kennen. Und mal ehrlich, frag doch mal die Leute, die sagen oder andeuten, es wäre ein „schlechtes Hobby“, welche Hobbys sie denn selbst haben. Viele haben nämlich gar keine richtigen Hobbys außer konsumieren (Shoppen gehen? Fußball gucken? Serien gucken? Mach ich alles gerne – ist aber alles doch eher passiv.)!

    Ich starte meinen Morgen mit der Routine Instagram – Twitter – Nachrichten auf dem Smartphone, dann bin ich erst mal richtig wach und kann gut aufstehen. Abends schaue ich noch mal aufs Handy, aber nicht so lang. Ich nutze das Smartphone also viel, aber ich kann auch ohne. Es kommt auch vor, dass ich es zuhause vergesse, ohne nervös zu werden. 😉 Wie du sagst, es geht ohne, aber schöner ist es mit! 🙂

  11. bei mir ist es eigentlich genauso. langfristig leidenschaftliche blogger habe ich in meinem „realen“ umfeld keinen einzigen. mein freund ist sowieso total web 2.0-unaffin. mit gewissen dingen hat er sich schon ganz gut arrangiert und das findet er auch ok (meine 100happydayschallenge, zb und instagram). weil ich ihm erklärt habe, dass ich so meine glücklichen momente bewusster erlebe und die zeit nicht einfach so verstreicht als wäre sie nie dagewesen.
    das durch feeds scrollen und immer wieder aufs handy schauen versteht er gar nicht. dafür muss ich mich auch oft genug bei ihm „rechtfertigen“ – meine freunde hingegen machen das wiederum selbst auch. ich denke, dass es halt typsache ist. früher haben vielleicht manche leute lieber magazine gelesen, während andere nachrichten geschaut haben. es war halt kein 24/7-programm, deswegen gab es da vielleicht auch weniger diskrepanzen.
    toleranz und kompromissbereitschaft ist da wohl wichtig – der eine muss akzeptieren, dass das eben ein hobby ist, mit dem man zeit verbringt (wäre es „computer spielen“ wäre es auch nicht sinnvoller, aber wohl trotzdem anerkannter) und für das man gern zeit investiert, während man selber das internet auch mal internet sein lassen muss und dem anderen seine 100%ige aufmerksamkeit zu widmen.

  12. Ist das nicht vor allem eine Sache, die den Teil der Familie betrifft, mit dem man zusammen lebt? Das ist bei mir zurzeit niemand, entsprechend juckt es auch niemanden wieviel Zeit ich dafür verwende. Wobei ich auch selbst kein Verständnis für Foodphotos habe und Instagram nicht nutze, daher ist der Zeitanteil unterwegs für das digitale Leben quasi null (abgesehen von den Festivalhopper-Sachen, aber das fällt ja eher unter Arbeit).

    Meine Mum findet den Blog toll, weil sie da ab und zu was lesen kann, was ich ihr gegenüber sonst nicht erwähnt hätte. Meine Schwester (die übrigens auf deine Muffin-Rezepte steht) liest nur ab und zu mit, wenn ich Blogposts auf Facebook verbreite, und der Rest der Familie weiß vermutlich gar nicht, dass ich blogge. Mein Freundeskreis ist auch größtenteils separat davon, die werden meist dann darauf aufmerksam, wenn ich auf eine Frage nach Fotos oder technischen Anleitungen oder so mit einem Link zum entsprechenden Blogartikel antworte.

  13. Ein interessanter Artikel. Zum Glück muss ich mich nicht rechtfertigen, denn soooo viele Freunde, die das stören könnte, habe ich nicht. Liegt allerdings an meiner Arbeit, und nicht an meinen Hobbies 😉 Meine Arbeit raubt mir sehr viel Zeit, ich arbeite in Schichten und an Wochenenden, und so hat sich dann die Anzahl meiner Freunde drastisch reduziert. Nach der Arbeit oder auch avor habe ich kaum Elan etwas zu tun, so habe ich ausreichend Zeit zu Bloggen, auf Facebook zu sein. Ich finde außerdem auch daß es keinen Unterschied macht ob jemand fernseh schaut oder im Internet rumhängt. Internet ist soweit besser daß man sich da aussuchen kann, was man sehen möchte. Im Fernsehen kommt doch nur Schrott 😀

    Liebe Grüße,
    Sandra

  14. Hm, bei und ist das unterschiedlich. Unsere Reiseberichte von unterwegs lesen auch viele Leute aus dem privaten Umfeld gerne mit. Bei den restlichen Aktivitäten im Blog schwankt es wohl zwischen Unverständnis und „kann ich nix mit anfangen“.

    Ist mir aber egal, es gibt ja genügend andere nette Leser!

    LG Thomas

  15. Ich habe Glück. Familie und enge Freunde akzeptieren es, auch wenn sie es vielleicht nicht unmittelbar verstehen. Viel komplizierter wird es bei Außenstehenden, Kommilitonen und Menschen, die ich neu kennenlerne. Das „Problem“ ist nämlich, das Bloggen für mich gar kein Hobby ist. Ich möchte es zu meinem Beruf machen. Bloggen als Hobby versteht fast jeder. Mit Bloggen Geld verdienen verstehen nicht mal Blogger, zumindest einige. Nicht selten höre ich Sätze wie, „Das wird eh nichts!“ oder „Damit kann man doch kein Geld verdienen!“ oder „Das ist doch kein Job. Das ist ein Hobby!“
    Ich versuche solchen Kommentaren nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken und mich mit Gleichgesinnten zu umgeben. Warum jemanden davon überzeugen, der sowieso keine Bedeutung für mein Leben hat? Wie gesagt, ich habe Glück, dass das in meinem näheren Umfeld nicht nötig ist. Die unterstützen mich bei allem, was ich tue und dafür bin ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße,
    Luisa

  16. Ich blogge seit zehn Jahren und mittlerweile weiß aus meinem Umfeld vermutlich jeder, daß ich ein Blog habe und was das ist. Einige läßt das kalt, andere lesen hin und wieder dort – was schon mal dazu führt daß ich etwas erzählen möchte und mir zum Beispiel mein Bruder trocken erklärt „Ich weiß, hab ich schon auf Deinem Blog gelesen“ … Ja, okay. Meine Freunde wohnen teilweise weiter weg und wir sehen uns nicht so häufig, da ist das Blog ein gutes Medium um auf dem Laufenden zu bleiben. Mein Umfeld weiß, daß ich so gut wie nie Fernsehen gucke und stattdessen lese, fotografiere, stricke, bastel und eben ein Blog führe … Für viele Menschen ist die Tatsache daß ich kein Fernsehen gucke viel schwerer zu verpacken als die Bloggerei 😉

    Mein Mann kümmert sich für mich um die ganze technische Seite und beäugt meinen generellen Fotowahn manchmal etwas mißtrauisch. So eine Frau mit Kamera vor dem Gesicht kann beim Aufbau der neuen Küche schon mal etwas störend im Weg herumstehen, nech? Dem Rest meines Umfeldes, wenn es nicht auch dem Fotografier-Virus erlegen ist, erscheint es auch ziemlich schräg daß ich so gut wie immer meine DSLR in der Tasche habe. Die Abmachung mit Freunden, Familie und Mann lautet in Sachen Fotos von daher daß ich keine Personenbilder veröffentliche. Das möchten sie nicht und das kann ich voll und ganz verstehen. Wenn ich Bilder mit Personen veröffentliche, dann mit ausdrücklicher (und schriftlicher) Erlaubnis.

  17. Am Anfang hörte ich auch so Sätze wie „Hast du nichts anderes zu tun?“ oder „Na, keine Freunde?“.
    Die meisten unserer Freunde sagen nichts dazu. Wissen werden sie es vermutlich. Meine Familie liebt den Blog. Meine Tanten schauen regelmäßig darauf und meine Mutter hat das auch immer getan.
    Ich liebe es immer wieder auf dem Blog etwas zu veröffentlichen. Die Kinder haben sie daran gewöhnt, dass Mama erst ihr Essen fotografiert oder eben noch die Bastelsachen bevor es dann losgeht. Die Große hat mittlerweile ihren eigenen Instagram-Account und auch den Mann haben wir überzeugt, wenn er auch noch lange nicht so viel postet wie ich es tue.

    Vergleichen kann ich diese fragenden Blicke mit den fragenden Blicken, wenn ich sage, dass es mir irrsinnigen Spaß macht Senioren zu unterrichten. Kann auch kaum jemand verstehen.

    Was mir aber beim Blogs lesen schon auffällt sind die unterschiedlichen Bloggertypen. Es gibt die, die ein festes Ziel im Blick haben, sich kreativ austoben und versuchen sich als Person oder „ihre“ Produkte zu vermarkten.
    Und es gibt viele, gerade diejenigen die viel Privates bloggen, die von sich selbst sagen, dass sie nicht so die „Draufgängertypen“ sind und eher schüchtern. Was mich immer zum Nachdenken anregt und mich andererseits auch so freut, denn man hat durch das Bloggen einfach eine wunderbare Möglichkeit kommunikativ zu sein ohne Berührungsängste und Schüchternheit, denn seinen Leser muss man nicht in die Augen schauen.
    Und es gibt so viele andere mehr, die die Lerntagebücher schreiben, Freude am Schreiben und und und.
    Ich will das nicht werten, denn alle haben ihre Berechtigung und ich finde so viele unterschiedliche Blogs toll, dass man nicht sagen kann das eine ist besser als das andere und es wäre auch Quatsch.

    Hauptsache ist doch, dass man selbst Spaß hat und manchmal darf man dann auch übers Bloggen einen Vortrag an der Uni halten *hihihi*

  18. Ein sehr interessantes Thema und eines, das mich gerade in letzter Zeit immer wieder beschäftigt.
    Ich habe ein zwar schon ein paar Jahre altes, aber immer noch sehr kleines und kaum gelesenes Blog, was meiner Meinung hauptsächlich daran liegt, dass ich nicht genug Kraft darein stecke.
    Ich habe relativ wenig Freizeit und wenn, dann nutze ich sie meist lieber zum Kreativsein, als zum Fotos machen, bearbeiten und Blogposts schreiben, das dauert bei mir nämlich immer Stunden…

    Manches Mal habe ich schon überlegt, den Blog an den Nagel zu hängen, denn was bringt es, wenn das eine Hand voll Leute lesen, aber andererseits mache ich es ja auch „für mich“.
    Außerdem fragen mich Freunde und Familienmitglieder immer mal wieder, ob ich denn etwas Neues auf den Blog stelle oder warum ich so lange nichts gepostet habe.
    Die, die damit nichts anfangen können, wissen glaube ich gar nichts davon. Gehe mit der Information aus oben genannten Gründen vielleicht auch zu spärlich um.

    Aber eines ist sicher: Bloggen macht Spaß 🙂

  19. Interessanter Artikel.

    Meine Eltern, Schwester, Großeltern wissen davon das ich blogge. Freunde eher nicht, da diese nicht so Web 2.0 sind. Eine Freundin hat mich vor kurzem via Twitter gefunden, fand ich lustig XD

  20. Ich verheimliche meine Bloggerei nicht, hänge es aber nicht an die große Glocke. Meine engeren Umfeld weiß davon, aber was die davon halten weiß ich nicht. Bis auf meinem Mann liest auch keiner mit soweit ich weiß.
    Ich muss aber auch sagen, dass es mir schwer fällt, mich in der 2.0 Welt zu bewegen. Weiß auch nicht wie das beschreiben soll, aber ich seh mich da manchmal gar nicht zu Bloggerhausen zugehörig.

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